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Warum mich das ALT WERDEN und der TOD so beschäftigen…

Ich bin jetzt Ü50, die Wechseljahre lassen grüßen und die ersten Wehwehchen winken auch schon. Ich fühle mich trotzdem nicht alt und der Tod ist noch weit weg. DACHTE ICH!

Ende 2024 hatte mein Mann einen Bänderriss, hat auf Homeoffice umgestellt, sein Bein drei Wochen hochgelegt und war nach Weihnachten – als er wieder mehr laufen konnte – schnell aus der Puste und hatte Schmerzen im Unterschenkel. Wir schoben es auf Konditionsverlust und Muskelkater nach der Schonung. Als ich dann aber vor Silvester eine echt extrem dicke „Krampfader“ am Unterschenkel sah, hab ich Ihn direkt in die Notaufnahme gebracht, denn der Hausarzt war im Urlaub und an der 116117 (Bereitschaftsdienst) ging niemand ran.

Nach langem Warten ging es mit den ersten Blutergebnissen dann plötzlich ganz schnell. Das war eine SEHR ausgewachsene Thrombose und nach dem sofortigen MRT dann schnell eine extreme Lungenembolie. Herz und Lunge waren voller Blutgerinnsel und ein großes hing „am seidenen Faden“ zwischen den beiden Organen und drohte in die Lunge zu geraten. Mein Mann musste SOFORT strikt liegenbleiben. Er durfte sich absolut nicht mehr bewegen und bekam die entsprechenden Medikamente, um das aufzulösen. Das googlen sollte man sich wie immer absolut verkneifen (nur 20% überleben das).

Man sagte mir als ich abends ging, dass wenn es sich löst er sofort nach Düsseldorf geflogen wird und man mich anruft. Mit dem Gedanken: „vielleicht überlebt er die Nacht nicht“, versuchte ich also einzuschlafen. Was natürlich nicht klappte. In meinem Kopf geisterten 1000+1 Frage herum und einige wenige tauchten immer wieder auf. Was muss ich eigentlich tun wenn „der Fall der Fälle“ eintritt? Was sind meine Aufgaben? Wir sind neu in Neuss, welcher Bestatter ist dann zuständig? Wie schnell muss ich eine Beerdigung organisieren?

Das waren natürlich nicht die einzigen Gedanken, aber die, die mir (als Ich-bin-auf-alles-Vorbereitet-Mensch) am meisten im Kopf geblieben sind. Selbst als er die Nacht unbeschadet überstanden, nach fünf Tagen Herz-Intensiv-Station wieder nach Hause durfte, blieben diese Fragen fest verankert. Was auch daran liegen könnte, dass meine Mutter am Silvesterabend (unsere Party hatte ich eh schon abgesagt) das gleiche Spiel spielte und mit einem angerissenen Aneurysma nach Osnabrück geflogen wurde.

Seitdem ließen mich diese Gedanken nicht los und ich machte Termine mit Bestattern um mich zu informieren. Ich erhielt alle Antworten und lernte noch sehr viel mehr. Auch über mich und menschliche Hemmschwellen. Schon als ich Termine vereinbarte tauchte die Frage auf: Passiert jetzt Jemandem was, wenn ich das Thema angehe? Und vor dem jeweiligen Bestattungsinstitut kostete es mich immer eine große Überwindungs-Anstrengung wirklich hineinzugehen. Das Thema ist so negativ in meinem Hirn verankert, dass es mich tatsächlich erschreckt und aber auch aufgeweckt hat, unbedingt damit anders umgehen zu müssen.
Wir alle!
Denn ich kann mir gut vorstellen, dass es vielen Menschen so geht.

Außerdem ist mir bewusst geworden, dass auch meine Eltern und Schwiegereltern (alle Ü80) uns in nicht allzuferner Zukunft vor genau die gleichen Herausforderungen stellen werden.

Manuela und ich haben uns nach vielen Jahren hier in Neuss 2025 wiedergefunden. Da auch sie viele gute Gedanken zu den Themen ALT WERDEN und TOD sowie ebenfalls den Traum etwas in der Richtung zu unternehmen, kamen wir zusammen und haben die Agentur LEBENSWEG gegründet, um allen Menschen diese Fragen zu beantworten, das Thema zu normalisieren und Ängste zu nehmen.

Warum interessierst Du dich für das Thema, schreib es gerne in die Kommentare oder per Mail oder WhatsApp.


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