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„Der Tod ist ein Arschloch“ – Filmrezension

So lautet der Titel eines Dokumentarfilms, der derzeit durch die deutschen Kinos tourt. An einem Samstag (29.11.2025) haben Simone und ich eine Exkursion gemacht und uns den Film mit dem verheißungsvollen Titel im Metropole in Düsseldorf angeschaut.

Der Regisseur Michael Schwarz hat uns zu Anfang auf den Film eingestimmt und wir wurden dann auf eine kurzweilige Reise in ein Bestattungsinstitut der anderen Art mitgenommen. Im Mittelpunkt steht der ehemalige Musik-Manager Eric Wrede, der vor 10 Jahren seinen Job zum Bestatter wechselte. In Berlin leitet er das Beerdigungsinstitut Lebensnah für individuelle Bestattungen.

Der Film begleitet unterschiedliche Stationen einer Bestattung und zeigt auf, wie man heute auch aus der Welt scheiden darf. Dabei schaut man bei Ritualen für längst Verstorbene zu, lauscht wunderbaren Gesprächen mit Familien, die sich frühzeitig auf den Tod vorbereiten, erlebt eine Konfirmandengruppe, die ganz locker mit dem Thema Tod umgeht und sich auch probehalber mal in einen Sarg legt und bekommt bei alledem Lust sich auch mehr Gedanken über den eigenen „Abgang“ zu machen.

Ein wirklich gelungener Film, der sich abwendet von den klassischen Beerdigungen und neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffnet. Simone und ich waren ganz begeistert, weil Eric Wrede in Berlin das anbietet, was wir mit unserer Agentur auch unterstützen wollen. Dich als Mensch mit Deinen Wünschen und Vorstellungen ernst zu nehmen und Deine Wünsche und nur Deine Wünsche zu erfüllen bis zum letzten Atemzug und über Deinen Tod hinaus.

In der anschließenden Diskussion war auch viel Schmerz bei vielen Kinobesuchern zu hören, die sich bei Bestattern nicht verstanden gefühlt haben. Im Publikum kam der Film gut an und wurde hoch gelobt. Einige gaben den Tipp den Film in Schulen zu zeigen, damit schon junge Menschen anders mit dem Thema Tod umgehen lernen.

Es lohnt sich wirklich den Film zu schauen! Wir geben 5 Sterne!


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Was bedeutet der Tod für mich? Eine Annäherung!

Der Tod ist für mich wie ein unendlicher Raum. Ein Raum, den ich nicht betreten darf, weil ich nicht weiß, wo der Eingang ist. Dieser Raum wird mich irgendwann einnehmen und dann werde ich in diesem Raum sein und es wahrscheinlich auch nicht wissen. Es ist wie einschlafen, tief und fest schlafen. Ich weiß nicht, ob ich in dem Raum aufwachen werde und dann dort lebe oder ob es wie in einem Traum ist und ich umher irre?

Wenn ich es mir bildlich vorstelle, dann ist es wie durchs Universum fliegen ohne ein Ende. Wie in dem Film: „Gravity“ mit Sandra Bullock und Georg Clooney. Gemeinsam mit dem erfahrenen Astronauten Matt Kowalsky (Georg Clooney) fliegt die Wissenschaftlerin Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock) im Space Shuttle zu ihrer ersten Weltraum-Mission. Sie soll Reparaturen am Weltraumteleskop Hubble durchführen. Doch außerhalb des Shuttles kommt es zu einem Unfall und Sandra Bullock fliegt durch den Raum. Das Bild hat sich bei mir eingebrannt, so stelle ich es mir vor.

Alles ist dunkel und ich schwebe. Doch was bedeutet der Tod für mich? Eigentlich hat er keine Bedeutung für mich direkt. Er ist so natürlich, wie das Leben. Er gehört für mich dazu: Leben – Tod. Ich bin aus dem Nichts gekommen und ich gehe wieder ins Nichts. Er beendet einen Prozess, den Prozess des Wachsens, des Lebens. Der Tod ist das Vergehen. Werden und Vergehen. Einatmen – Ausatmen. Sein und nicht sein. Er macht mir auch keine Angst, weil er sein muss. Was kommt, muss wieder gehen. Es ist so, es ist natürlich, es ist die Natürlichkeit auf Mutter Erde. Es ist wie dieses „sowieso nichts dagegen tun zu können“. Also, nehme ich den Tod an so wie er sich mir zeigt.


Simone und ich – Manuela – arbeiten nun seid fast einem halben Jahr an unser Selbständigkeit mit der Agentur Lebensweg für die letzte Etappe. Wir haben uns zusammen getan, weil wir uns wieder selbständig machen wollten und uns beide das Thema TOD umtrieb und wir etwas im Umgang mit dem TOD verändern wollten.

Doch wie wir persönlich den TOD empfinden oder darüber ganz tief in uns denken, darüber haben wir bis jetzt nicht gesprochen und so ist dieser Text hier auch entstanden. Ich hatte den Blogbeitrag begonnen und Simone gebeten, doch auch mal ihre Sicht und die Bedeutung des Todes für sie zu beschreiben.


Was bedeutet Tod für Simone:

Der Tod ist für mich etwas Endgültiges. Etwas, das ich nicht verhindern kann. Ich kann mich noch so gesund ernähren, noch so vorsichtig leben, noch so viele Entscheidungen richtig oder falsch treffen, der Tod kommt auf alle Fälle. Ich kann nichts dagegen tun. Das macht mir allerdings keine Angst, ich bin eher extrem neugierig auf das „Danach“. Ich freue mich auch im Leben immer auf die nächste Phase! Ich habe mich schon immer auf die Zukunft gefreut. Auf das Kinder bekommen, auf Kindersitze im Auto haben, danach dann auf endlich keine Kindersitze mehr im Auto haben, auf die Zeit, wenn alle Kinder ausgezogen sind, auf das Großeltern werden und eben auch darauf zu erfahren, was nach dem Leben passiert.

Ich stelle Ihn mir tatsächlich als eine „Person“ oder sagen wir „Energie“ vor, die mich an die Hand und mitnimmt und mir zeigt, wie es weitergeht. Am liebsten natürlich so attraktiv wie Brad Pitt in dem Film „Joe Black“, aber auf alle Fälle friedlich, nicht bösartig.

Angst macht mir nur, wenn der Tod mir Jemanden nimmt. Nicht unbedingt, wenn nun unsere Elterngeneration von Ihm genommen wird. Das ist im Endeffekt der Lauf der Dinge. Nein, ich meine, wie meine Freundin mit 34 Jahren Krebs hatte und mit musste. Oder sich meine 40 jährige Freundin umbringt und Ihre kleinen Kinder nun alleine aufwachsen müssen. Dann bedeutet der Tod für mich etwas schrecklich Böses, wobei er in beiden Fällen mit Sicherheit auch Erlösung bedeutet hat.

Vor zwei Jahren wären innerhalb von 3 Tagen fast 2 meiner mir liebsten Angehörigen verstorben. Da stand ich vor einem Berg an Fragen, was das für mich bedeutet hätte. Seitdem beschäftige ich mich sehr intensiv mit dem Tod und ich muss sagen, je mehr ich mich mit Ihm auseinandersetze, umso mehr verliert er den Schrecken oder vielleicht sogar an Bedeutung. Vor allem hat aber das Leben an Bedeutung gewonnen.  

Was bedeutet der Tod für Dich? Welche Idee oder Vorstellung hast Du? Schreibe uns!


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„Alt werden“ – was ganz normales!

Ich bin ja schon immer älter geworden. Ist ja ganz normal, wird ja jeder.

Aber bei mir ist das irgendwie was ganz anderes. Ich will jetzt nicht mein Sternzeichen Widder ins Spiel bringen, aber vielleicht liegt es ein bisschen daran?!? Wir Widder sind ja so Kraftpakete und wollen ja auch immer mit dem Kopf durch die Wand, so sagt man es uns jedenfalls nach.

Als ich so ungefähr 21 war, da ging es mit dem gefühlten alt werden richtig los, dass mir das älter werden irgendwie auffiel. Ich sage mal rückblickend war ich mit 21 so in meiner vollen Kraft. Ich stand in meinem Saft und war in voller Blüte. Wenn Du weißt, was ich meine… Und dann wurde ich älter und auf einmal war ich 29 und da merkte ich das erste Mal, dass ich älter geworden bin. Mir ist es die ganzen Jahren nicht aufgefallen, aber mit 29 war ich etwas kraftloser als sonst. Die durchzechten Nächte vielen mir schwerer in der Verarbeitung am nächsten Tag und das Durchhaltevermögen ließ etwas nach.

Dann ging das Leben wieder so seinen Gang, die geistige Krise über mein Alt werden war überwunden und ich lebte das Leben halt weiter, wie man halt so lebt. Mitte 30 startete ich mit Yoga, um entspannter zu werden und mich fit zu machen fürs Alter. Ende 30, genau mit 39, gab es den nächsten Energieverlust und wurde mir das Alt werden wieder bewusst. Meine Kraft ließ nach und die Frösche im Yoga wurden zur Qual. Also trainiert und trainierte ich, um diesen Energieverlust mit Muskelaufbau irgendwie in den Griff zu bekommen. Die Jahre zogen dahin. Die Kraft ließ mehr und mehr nach.

Und schwups wurde ich 49 und war mitten in den Wechseljahren angekommen. Auf allen Ebenen der totale Kraftverlust mit Schweißausbrüchen, Schlaflosigkeit und Vitamin- und Hormonmangel. Auch nach fast 10 Jahren im Wechsel scheint kein Ende in Sicht.

Nun gehe ich langsam auf die 60 zu. Habe mich jetzt darauf eingestellt, dass ich mit super hartem Training gar nichts mehr erreiche und gebe mich dem Alt werden hin. Mache morgens zum Aufstehen Gymnastik im Bett, damit ich die müden Knochen aus dem Bett raus bekomme und gehe mit Hund spazieren und nur noch schwimmen, weil Wasser bekanntlich trägt. Ich kann mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann diese Gelassenheit eingesetzt hat und ich die Kraft habe Kraft sein lassen. Rückblickend kamen die kraftnehmenden Schübe alle 10 Jahre.

Die Altersforschung besagt, dass der Mensch in zwei Schüben vergleichsweise dramatisch altert – mit ungefähr 44 Jahren und um den 60. Geburtstag herum. Dann bleibe ich gespannt und schauen wir mal, wie es weiter geht.

Wie ergeht es Dir mit dem Altwerden?